
Ich kann es mal wieder nicht lassen, ich muss meine Erlebnisse der Welt
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Es war mal wieder soweit, die durchgeknallten Transtreffmädels hatten einen Termin auserwählt um mal wieder einen draufzumachen. Da an besagtem Termin auch die Eröffnung der transwegenischen Botschaft anstand, wurden die beiden Ereignisse kombiniert und der Wandertag in Düdo abgehalten. Wer das jetzt nicht kennt, dem sei erklärt Düdo ist die Abkurzung jener Ortschaft die auf keiner Wetterkarte zu finden ist, in der man komisches Bier Trinkt, 4-Liga Fussball schaut und sich nebenbei noch Landeshauptstadt nennt. Wie dem auch sei, da ich es ja bakanntlich geschafft habe mich vor dem Wehrdienst zu drücken (Ich hatte damals einfach keinen passenden olivgrünen Liedschatten im Reportoire) haber ich heute mit den Folgen zu kämpfen und leide an einer extremen Orientierungsschwäche, dazu kommt das ich um meine weiblichkeit zu perfektionieren keine Karten lesen kann. Also beschloss ich zusammen mit Bine, Kerstin, Petra und Sammy im Konvoi zu fahren, komischerweise muss man in Düsseldorf nur einmal abbiegen um ins Scandal zu kommen, wieso ich das alleine nicht gebacken bekomme weis ich auch nicht. Aber das schöne war, das ich zum ersten mal in meinem leben einen Parkplatz am Scandal bekommen habe, das liegt wahrscheinlich daran das das Scandal jetzt das „Consulate Genral of Transwegenien“ ist und ich in diplomatischer Mission unterwegs war. Ich durfte direkt auf dem Botschaftsgelände parken. Innerhalb des Konsularpersonals bin ich dann auch recht schnell zur Chauffeuse aufegestiegen und durfte auch noch Bines Diplomatenkutsche auf das Botschaftsgelände verfrachten. Zeitgleich trafen auch die Bleu-de-coup, Konstanze und Elle ein, die ja von der Bundesligatabellenspitze aus nur bergab fahren mussten. Jennifer, Sylvia, Babsy, Claudia, Kate, Yasmin, Lina, Mama Bachmeier und XXX (nicht sauer sein, aber irgendwen vergesse ich immer) waren schon da. Eingentlich hätte man ja jetzt schon los gekonnt, aber das Fräulein Zoe war mal wieder zu spät. Daher hat sich an diesem Tag auch die Zeiteinheit Zöminute etabliert. In nächster Zeit werden alle in der Botschaft befindlichen Uhren auf zömetrisches Zeitmass umgestellt, der Tag hat dann exakt 240 Zöminuten, wobei 5 Zöminuten wiederum 30 herrkömmlichen entsprichen. Apropos Zoe, in diesem Moment viel mir auf das ich meine Stiefel zum dritten mal getragen habe, und jedes mal wenn ich sie getragen habe kam irgendwann Zoe angeschneit. Also werde ich diese Stiefel jetzt Zoewiedersehstiefel nennen. Wenn meine Theorie stimmt, muss ich diese Stiefel nur in den Altkleiderkontainer werfen und mich mit einem Feldstecher in die Büsche zurückziehen. Irgendwann wird das Fräulein dann an diesem Kontainer einlaufen. Nach dem ersten und einzigen Bier an diesem Abend, tauchte sie dann doch noch auf, allerdings recht unfreiwillig da sie von der Botschafts-Wachpersonalleiterin (Petra) nach unten komplimentiert werden musste. Aber nun konnte sich die Gruppe endlich Richtung Tönnchen bewegen um eine Kleinigkeit zu essen. Mama hatte bereits einen Tisch bestellt, jedoch wussten die anwesenden noch nichts von ihrem Glück, das sie mit einer Gruppe Transen zu Abend Essen durften. Während ich dann auf mein Essen wartete passierte dann die Katastrophe, mir riss der Träger von meinem BH und schwuppdiwupp hatte ich ein 400 Gramm Kissen Polydimethylsiloxan in der Bluse, und das in Nabelhöhe. Zum Glück hatte ich mir die Visage ordentlich mit Camouflage zugespachtelt, sonst hätte man in diesem Moment sehen können, wie meine Gesichtsfarbe auf Alpinaweiß umschlägt. Dazu kam noch das ich beschlossen hatte an diesem Abend keinen Alkohol zu mir zu nehmen, also nahm ich das Ausmaß dieses Dilemmas in vollem Bewusstsein wahr. Zum Glück hatte Sammy eine Sicherheitsnadel dabei, mit der man einen solchen Existenzbedrohenden Schaden schnell reparieren kann. Zumindest theoretisch, aber durch meine oben angesprochene Abstinenz und die aufgeklebten Krallen stellte sich das anbringen der Sicherheitsnadel schwieriger dar als zunächst abgenommen. Wie ich da so auf der Damentoilette stand und versucht habe den Träger über die Schulter zu bekommen muß es schon komisch ausgesehen haben. Ich weiß nicht was die Frau jetzt über Transen denkt die auf einmal hinter mir aufgetaucht ist, aber anscheinend hat sie ein solchen Problem noch nicht gehabt, so wie sie geschaut hat. Ist auch verständlich, es gibt nur ganz wenig Bios die die Möpse am Bauchnabel haben wenn der Träger reißt. Die Idee mit der Sicherheitsnadel ist dermaßen gut das ich Sie unbedingt auch meinem Wassolltentransenimmerdabeihabenzettel mit aufschreiben werde. Nachdem wir uns gestärkt hatten sind wir dann zur Straßenbahnhaltestelle gestöckelt, da hatten wir wieder ein altbekoanntes Problem. Zoe war nicht da. Also haben wir einen Suchtrupp losgeschickt um sie zu finden. Währenddessen haben wir auch völlig demokratisch eine Zoebeauftragte für die nächsten 30 Minuten bestimmt, diese völlig nervenaufreibende Verantwortung wurde an Bine übertragen. Diese machte ihren Job recht gut und das Fräulein ist auch in den nächsten 30 Minuten nicht abhanden gekommen. Wir sind dann wohlbehalten in der Altstadt angekommen, dort stellte sich heraus das wir noch einen weiteren Problemfall dabei hatten (Von mir jetzt mal abgesehen): Das Sammy. Also haben wir auch noch mal schnell eine Sammybeauftragte gewählt, diese Aufgabe wurde nun Sabsi zu Teil. Ausgestattet mit einer Blauen Rundumleuchte (damit das wiederfinden einfacher wird und wir uns total lächerlich machen) sind wir dann in den ersten Laden einmarschiert, haben die komplette Lounge in Anspruch genommen, uns auf den Sofas geräkelt und die ersten teifgreifenden Gespräche über unser dasein geführt. Hierbei ist dann ein diskreditirendes Bundy Foto meiner Person entstanden, ich hege den finsteren Verdacht das dieses in nächster Zeit in der Usergalerie auftaucht, aber es ist nicht so wie es aussieht, ich kann das erklären! Insgesamt waren wir 10 Zoeminuten in dem Laden um dann in das Bermudadreieck zu ziehen. Als unsere beiden Beauftragten den Namen hörten wurde ihnen schon etwas schummrig da ja bekannt ist das genau in diesem beagten Dreieck schon ganz normale Menschen verschwinden, gar nicht auszudenken was Sammy und Zoe dort anstellen können. Als wir den Laden dann betreten haben, konnte eine Beauftragte aufatmen. Das war Sabsi, und das aus dem ganz einfachen Grund, es gab eine Stange auf der Tanzfläche, und wer Sammy kennt weiß das man sie dort abgeben kann wie kleine Kinder im Småland bei IKEA. Dort blieben wir eine weile und ließen es auch ordentlich krachen, mittlerweile stellte sich von meinem Alklohlomangel schon der Vibrationsalarm in dem Greiforganen meiner oberen Extremitäten ein. Also beschloss ich mich auf die Tanzfläche zu begeben um mich von meinen Problemen abzulenken. Nachdem ich mein Suchtproblem weitestgehend unter kontrolle hatte, beschloss der Mob sich weiter zu bewegen in die nächste Lokalität. Die größte Schwierigkeit hierbei war, das wir Sammy operativ von der Stange entfernen mussten. Durch die hitzigen Tanzübungen fanden wir zum abkühlen genau das richtige, einen Tisch unter freiem Himmel, an dem wir gemütlich Transentypische Probleme oder einfach nur Nonsens ausdiskutieren konnten. Dabei entdeckte ich das Sammy an ähnlichen Symptomen litt wie ich, jedoch war es bei ihr darauf zurückzuführen, das sie vor einer Woche beschlossen hatte mit dem Rauchen aufzuhören. Hier passierte es dann auch das Petra von einem Mann angesprochen wurde, als sie sich umdrehte ergriff er panisch die Flucht mit den Worten: “Du bist ja ein Mann“. Pass mal auf Freundchen, wenn Du in Düdo auf dem unmöglichen Pflastersteinen jemanden mit 12 cm Heels siehst, kann das keine Biofrau sein, diese haben uns gegenüber mindestens 20 Jahre mehr Lebenserfahrung im Frau sein und haben gelernt andere Schuhe zu tragen. Nach dieser Verschnaufpause sind wir dann in einen Laden Namens Pinte eingefallen. Dort wurde dann abgerockt. Hier stellte sich heraus das dass Transen noch einen weiteren mir bis dahin unbekannten Vorteil hat, diese komischen Leute die einen immer ansprechen mit den Worten „Wollen kauffen Rose?“ lassen einen in Ruhe. Die gehen einfach vorbei und glotzen nur. Das ist ein Grund mehr nur noch als Frau auszugehen. In der Pinte wurden dann noch mal richtig viele Bilder gemacht, mein Gott was hätte Agfa oder Kodak an uns verdienen können wenn wir das schon vor 10 Jahren gemacht hätten und die Bilder hätten alle entwickelt werden müssen. Zum Glück ist es nicht so, und wir können mehr Talers in unser Outfit stecken. Als ich mich dann beim Tanzen umgesehen habe bekam ich richtig Spaß am nüchtern sein. Vor allem als Konstanze versuchte den Laden durch das Fenster zu verlassen. Ich muss aber zugeben, es war schon sehr verwirrend in einem solchen Lokal Fenster zu verbauen die bis zum Boden reichen. Ab hier hatte ich dann den Part der Sammybeauftragten übernommen, jetzt im nachhinein muss ich sagen, das diese Entscheidung sehr riskant war. Schließlich lässt man auch keinen Hund auf 3 Kilo Leberwurst aufpassen. Durch meine Beschäftigung als Sammybeauftragte konnte ich nicht vorneweg marschieren um eine geeignete Kaschemme zu finden. Das Ergebnis war dann, das wir in einer Kneipe für akut suizidgefährdete Menschen eingelaufen sind. Zumindest würde ich springen, wenn ich am Geländer der Ruhrtalbrücke stehen würde und diese Musik ertragen müsste. Blue hies dieser Musikstil, also Geschmäcker sind ja verschieden und ich sehr tolerant, aber den ganzen Abend könnte ich das nicht ertragen. Unsere Mama kam auch nicht so gut damit zurecht, sie ist dann völlig fertig in ein Taxi gefallen und war verschwunden. Jetzt behauptet sie zwar es wäre einer von den Cuba-Libre im laufe des Abends verdorben gewesen, aber im allgemeinen sehen die Symptome einer Cuba-Libre-vergifftung folgender maßen aus. 1. lächelnd ins Klo Spucken 2. Maul abwischen 3. weiterschlucken. Durch die Fenster des Selbstmordtempels konnten wir feststellen, das sich an der Kreuzung mittlerweile ein Rudel Taxis eingefunden hatte. Einige davon kaperten wir, um zurück zur Botschaft zu gelangen. Mittlerweile war ich völlig fertig, aber glücklich. Wir hatten es mal wieder geschafft jede menge Spaß zu haben. Ich hätte nicht gedacht das die Erlebnisse der Vergangenheit noch zu toppen wären, aber mit Mama Bachmeier als Reiseleiterin ist auch dies geglückt. Jetzt kann ich nur sagen, ich habe allerhand dazugelernt. Da wären zu erwähnen das eine Nacht ohne Alkohol möglich ist. Das ich unbedingt auf meine Stiefel acht geben muss, sonst sehe ich Zoe nie wieder oder aber das man in diplomatischer Misson durchaus in Düdo einen Parkplatz bekommt. Aber am allerwichtigsten ist, ich weis jetzt das wir ganz normale Menschen sind nur eben anders. Abschließend muss ich hier noch etwas los werden, wer jetzt glaubt dat Mariechen spinnt, so war das gar nicht. Richtig, es war noch viel geiler. Einfach unbeschreiblich, ich werde auf jeden Fall keinen Termin der Transtreffpartyfraktion verpassen. Es sei denn ich muss mal wieder zu einer Hochzeit. Dat Mariechen |