| Hier ein zunächst paar Eckdaten von mir
Name: Sammy Kern
Alter:
inzwischen 34
Wohnort:
Essen
Hobbys:
Alles was mit PC's zu tun hat, Shopping, schnelle Autos und
natürlich mein Sammy Dasein!
Februar 2001
Jetzt werden sich sicher einige fragen warum ich diese
Webseite erstellt habe, nun, um ehrlich zu sein ich weiß es
selbst nicht so
genau. Meine alte Webseite haben ja bestimmt schon einige von Euch
entdeckt,
damals hatte ich sie zusammen mit einer Schwester gehostet. Auf meiner
neuen
Seite möchte ich Euch nach und nach näher bringen wie das
Leben
eines der vielen Crossdresser so ausschaut. Außergewöhnlich
ist
es für mich keineswegs, zu lange schon betreibe ich mein
sogenanntes "Hobby". Warum ich dies tue *schnief* keine Ahnung, ich tu
es einfach und bin froh das ich so sein kann wie ich bin. Seit einiger
Zeit weiß
auch meine liebe Partnerin von meiner Neigung, auch
Familienangehörige
und einige gute Freunde wissen davon. Ich lebe mein Leben nicht als
Frau,
nein, ich entdecke mich in der Zeit wenn ich mich in ein weibliches
Wesen
verwandele jedes Mal neu. Fragt mir bitte keine Löcher in den
Bauch
warum ich das tue! Diejenigen von Euch die meine Neigung teilen wissen
wovon
ich hier schreibe, alle anderen sollen uns nur akzeptieren. Ist es ein
Hobby?
Jain, in gewisser Hinsicht schon, allerdings eng verbunden mit einer
gewissen
Neigung es zu tun. Ein Fetisch? Auch, aber was wird in unserem Leben
nicht
alles als Fetisch deklariert. Von daher mache ich mir seit etwa 2
Jahren
keine Gedanken mehr, ich habe zu mir selbst gefunden und das ist
verdammt
wichtig für mich. Ja, ich hatte auch schwere Zeiten durchlebt, in
jenem
Moment als ich es mir fest vorgenommen habe mich zu outen. Dieser
Moment
dauerte fast ein Jahr, bis ich endlich den Mut dazu fand. Nur hatte ich
in
jener Zeit genug Gelegenheit mich mit dem Thema Crossdressing und
Transvestismus
noch mehr auseinanderzusetzen, und erkannte das ich nicht allein auf
dieser
Welt bin der sich damit beschäftigt. Das Medium Internet hat mit
ziemlicher
Sicherheit eine Menge dazu beigetragen mich zu dem zu machen was ich
jetzt
bin, oder wie ich bin. Im Internet habe ich seit dem sehr viele nette
"Mädels" kennen gelernt, und inzwischen auch auf diversen Partys
getroffen.
Sammy's Profile bei verschiedenen Online - Anbietern:
Yahoo.de
msn.de
Transgender.at
urnotalone.com
Shemale around the World:
Oktober 2003
Bei mir kommt es leider nur noch sehr selten
vor das ich mir die Seiten von Schwestern im Internet anschaue, um so
mehr bin ich erfreut wie viele schöne Seiten in den Letzten Jahren
entstanden sind. Heute bin ich durch Zufall auf den Cogiati - Test von J. D. Reitz gestossen der
nach
der Übersetzung ins Deutsche von Maria P. nochmal von A. D.
Marechal
überarbeitet wurde. Selbstverständlich habe ich mir die Zeit
genommen
und ihn zum wiederholten mal nach etwa 4 Jahren mitgemacht um
vielleicht
eventuelle Veränderungen an mir zu erkennen.
Mein erster Test gegen Ende 1999 (ich war damals noch nicht
geoutet)
-185 Punkte, das steht für "männlich
feminin"
Das ist ein unbedenkliches Ergebnis wenn man bedenkt das ich
auch zu dem Zeitpunkt schon bekennender TV war.
Mein Ergebnis im Oktober 2003:
-85 Punkte, das steht für "Androgyn"
Zunächst habe ich mir keine Gedanken deswegen gemacht,
dennoch hat es mich interessiert was sich wirklich hinter dem Begriff
verbirgt.
Auf der Seite Transsexuell.de bin ich auf die folgende
Erklärung
gestossen:
"Geschlechtliche
Uneindeutigkeit sowie die bewußte Integration der
geschlechtlichen Anteile und deren Transzendenz - in psychischer
und/oder körperlicher Hinsicht."
Also
ich würde das eher so definieren das mein Gefühls-Verhalten
eher weiblich ausgeprägt ist als bei einem "Standard - Mann". Das
ich unter Umständen "sekundäre Geschlechtsmerkmale des
anderen Geschlechts aufweise", wie auf der Seite von notfall-verhuetung.de
berichtet wird kann ich bei mir nicht feststellen. Sollte ich mir
deshalb Gedanken machen? Nein, keineswegs. Ich finde so wie ich mein
Leben derzeit bestreite besteht kein Grund zur Beunruhigung. Der
"Cogiati - Test" ist wohl
gut durchdacht worden, aber ich glaube nicht das meine vermeindliche
"Androgynität"
etwas damit zu tun hat wie gut ich Landkarten lesen kann oder wie ich
beim
Einparken mit kleinern Parklücken klarkomme.
Fazit:
Vielleicht habe ich mich seit meinem Outig tatsächlich
weiterentwickelt, warum sollte ich das auch verdrängen? Inzwischen
wissen sehr viele Leute
in meinem Bekanntenkreis von Sammy. Was mich sehr beruhigt ist das ich
bisher
absolut keine negativen Erfahrungen machen musste was den Umgang mit
der
Öffentlichkeit betrifft. Ich denke mal das die Art und Weise wie
ich
es den Leuten erklärt habe der Grund dafür war. Oft habe ich
gebangt
und gedacht Freunde zu verlieren. Trotzdem fasste ich mir ein Herz und
bekannte
mich zu dem wofür viele andere kein Verständnis
aufbringen.
Mit Erfolg! :-)
Sommer 2004
Die folgenden Zeilen sind mir
irgendwann mal spontan
eingefallen - Aussenstehende sollten sie sich mal genau vor Augen
führen.
Für den einen sind wir TV's -
für
den anderen Crossdresser -
Einige
können und wollen uns einfach nicht verstehen....
"Schubladendenken?"
Wir
sind Menschen!
Alle!
Warum wir etwas anders sind?
Weil
wir vielleicht die Gabe haben den grauen Alltag etwas bunter erscheinen
zu
lassen?
Sind
wir deswegen besser?
Nein
- aber auch nicht schlechter!
Wir
sind Menschen!
Alle!
September 2005
Die Tage habe ich mal
mein Outing von 2001 aufgeschrieben, vielleicht interessiert es ja
jemanden....
Wenn
ich heute so zurück denke, ich bin seit gut 4 1/2 Jahren irgendwie
"draussen". Hätte man mir sagen wir mal vor 5 oder 6 Jahren gesagt
das
ich als Tranny irgendwann durch die Strassen geh, ohne mir einen Kopf
machen zu müssen - ich hätt die Leute in die Wüste
geschickt, da ich eh
ein verfechter dafür war mich in der Öffentlichkeit zu
zeigen...
Leute,
so kann's gehen.... einfach zu verrückt ist diese Welt.....
Gut ein
halbes Jahr vor meiner ersten Offenbahrung begann ich mir
ernsthaft Gedanken zu machen wie es wohl mit mir weiter gehen soll....
Ich
habe Chats und Communities besucht, auf diversen Homepages gelesen,
doch ein Patentrezept speziell für mein Outing fand ich nicht. Wie
sage
ich es nur meiner Freundin, dachte ich immer..... Die Angst war
dermassen groß den Menschen zu verlieren mit dem ich alles teilen
möchte, Doch ich musste irgendwie auch an mich denken, ich konnte
einfach nicht mehr anders leben, 'es muss raus......' dachte ich.
Damals
chattete ich oft mit einem Tranny, (einen der auch heute hier im
Transtreff sein unwesen treibt) *gg* , wir haben uns gemeinsam für
unser Outing vorbereitet, wenn man das mal so sagen kann. Nächte
lang
haben wir geredet, uns gegenseitig Tips gegeben, Links ausgetauscht wo
irgendwelche Outings beschrieben waren.
Ein
halbes Jahr nachdem ich angefangen hatte mir ernsthaft Gedanken zu
machen, begann ich verdammt viel zu lesen, hatte mich mit der Thematik
Transvestismus & Transsexualität mehr auseinandergesetzt. Eine
plausible Erklärung hatte ich für mein treiben nicht, aber
ich konnte
zumindest argumentieren. Das war schon mal das Fundament für mein
Outing.
In der
Vorigen Zeit waren es vorwiegend Bilder im Netz von anderen
Trannys die mich einfach nur faszinierten, an ein Outing dachte ich zu
der Zeit keines Wegs.
Jetzt
kam der nächste *große* Schritt, es ist eigentlich nur ein
kleiner Schritt, einige Worte, die aber folgen mit sich ziehen
können
die kein Mensch voraus sehen kann.
Es war
ein Samstag.... mir fehlte der Mut.... ich wollte es meiner
damaligen Freundin - heute ist sie meine Frau und Freundin in einem sagen
aber ich konnte nicht.....
Eine
Woche später dann, es war der 13 Januar 2001...... ich musste es
einfach tun, ich dachte, der Zeitpunkt ist perfekt..... wie lange soll
ich noch dieses inzwischen "kleine Problemchen" mit mir rumschleppen?
Ich
setzte mich zu Ihr auf das Sofa und brach in Tränen aus. Es
ging einfach nicht anders, es musste raus, ich hatte angefangen ihr zu
erklären als mir immer und immer wieder die Luft weg blieb, ich
konnte
keine klaren Sätze mehr bilden. Meine Freundin machte sich
ernsthafte
Sorgen, sie konnte zunächst nicht so richtig einordnen was
passiert
war, bis ich ihr dann sagte das ich eine Transe bin. Auch sie hatte
Tränen in den Augen, aber mehr wohl aus Angst das ich ihr etwas
*wirklich schlimmes* (Krankheit etc.) hätte sagen wollen. Die
Situation
war neu für uns beide, eine derartige Offenbarung hatte es in
keinerlei
Hinsicht bis dahin gegeben, alles wurde recht locker und offen geredet
oder diskutiert. So ganz allmählich konnte ich mich wieder fassen
und
versuchte das Unerklärliche zu erklären - klingt
verrückt aber ist nun
mal so...
Einige
Stunden haben wir nur geredet, ich war echt froh das ich so
verdammt viel gelesen hatte und auf viele Fragen eine Antwort wusste,
nur nicht auf das "WARUM?". Warum tu ich das? Das konnte ich nicht
sagen, so gerne ich es getan hätte....
Mit der
Erfahrung von heute würde ich es ganz schlicht und locker als
Lebensgefühl beschreiben, welches mir glücklicher Weise in
die Wiege
gelegt wurde....
Die
nächsten Wochen waren für uns beide irgendwie anders, wir
redeten verdammt viel über das Thema. Unsere Beziehung war
dermassen
stark, es gibt Höhen und Tiefen die man zusammen meistert, warum
auch
nicht das....fragte ich mich.....
Heute
kann ich sagen das wir es geschafft haben, die Liebe
zueinander war es, das Vertrauen, und auch die Zeit die man braucht um
mit dieser Situation umzugehen.
Ein
Patentrezept gibt es sicherlich nicht, doch mit dem nötigen
Feingefühl und dem größten Vertrauen das eine Beziehung
nur hergeben
kann sollte dieser Schritt nicht unmöglich sein.
.....Vielleicht schreibe ich ja mal eine Fortsetzung......
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