Schlampenfest meets Genderparty !!!
Das Event Pfingsten in Leipzig!



Dat Mariesche hat dazu mal eine kleine Story verfasst,
vermutlich möchte sie deshalb besser unerkannt bleiben *grins*

Teil 1. einer Saga aus den Tiefen und Abgründen einer Reise nach Neufünfland

Schon seit längerer Zeit war der Besuch des Schlampenfestes bzw. der Gender Party in Leipzig geplant. Eingentlich solle lange genug Zeit gewesen sein alles Ordentlich vorzubereiten, denkste. Wie es nun mal bei Transen so üblich ist lief alles komplett anders als geplant. Petra hatte im Vorfeld eine Lokation klar gemacht die wir über Pfingsten zur Transen-WG machen sollten.
Ursprünglich sollte diese WG aus Petra, Sonnenbine, Katy, Sammy, Zoe, Ziselbrina und meiner Wenigkeit bestehen. Also kurze füffzehn, wir fahren mit zwei Autos, Katy holt Bine und Petra ab Sammy, Sabsi und meinereiner fahren zusammen, Abflug ist 11:00-12:00 Uhr, und Zoe kommt aus Hambug und stösst erst in Leipzig zu uns.
Soweit die Planung, aber dann hat das Fräulein Zoe ja nun kurz von Pfingsten festgestellt (sie wird es sich sicherlich nicht nehmen lassen, die näheren Umstände an geeigneter Stelle näher zu erörtern) das Pfingstsonntag überraschender Weise wieder auf einen Sonntag fällt, da Sie am Montag morgen in den Urlaub jettet ist an ihrer Stelle Sarah-Maria mitgefahren.

So, und die kommt aus Köln und muss ja nun irgenwie noch bei uns ins Auto. Da ich ja meine Wanderdüne (seit diesem Wochenende die amtliche Bezeichnung für einen Daimler 200D der Modellreihe W124 mit unsagbaren 72 Pferdchen, das sind jene bei denen die Sitze noch mit Rosshaar gepolstert wurden, der Name leitet sich von den unsagbaren Beschleunigungwerten ab) am Donnerstag bereits bei Sammy abgestellt hatte und in meinem jugedlichen Leichtsinn behauptete, sie könne alles einpacken was ihr so in die Finger kommt, da wir in der Kiste genug Platz hätten, standen wir am Samstag Vormittag vor dem ersten Problem.



Wir mussten nun das Gerödel für 4. Personen in dem Trog unterbringen. Nach zähem stopfen, quetschen und Wegrationalisieren (Eine Manager würde wahrscheinlich behaupten, wenn Transen verreisen könnten Synergien ausgeschöpft werden was zur Verminderung des Gepäckvolumens führt, von wegen bei uns Trollpunten ist das ganze Umgekehrt Proportional!), hatten wir es endlich geschafft unseren ganzen Kram unterzubringen, wobei wir selbstverständlich von meinem Nachbarn beobachtet wurden.

Das wäre ja eingentlich nicht weiter dramatisch gewesen, nur da Sammy bereits aufgetranst bei mir aufgeschlagen ist, hat der arme Kerl sich so den Hals verrenkt das er sich beinahe mit seinem Fahrrad auf die Fresse gelegt hat.

Als wir es dann geschafft hatten nach diversen Yoga und Dehnübungen unsere Krochen so geschmeidig zu bekommen, das wir unsere Kadaver auch noch in die Karre bekamen, sind wir dann um 11:30 richtung Einenleipzig unterwegs gewesen. Sammy und ich saßen zusammen hinten, allerdings konnten wir uns nicht sehen und mussten uns gegenseitig anrufen wenn wir miteinander reden wollten, da wir von eine Wust von Decken und Schlafsäcken getrennt waren.

Egal, endlich konnte ich mich entspannt zurücklehnen und anfangen meine in der Nacht angebrachten Acrylnägel in Form zu Feilen.

So bildeten wir die Vorhut auf den Weg nach Zweienleipzig. Nach fernmündliche Absprache mit der Nachhut, wollten wir uns unterwegs auf einen Rastplatz Treffen.


So, und da ging es dann richtig los. Wir suchten uns eine schönen Picknicktisch aus, ich nahem Sammy an den Arm und führte sie zu dem Tisch und das ganze im übelsten Luise Kuschinski Style. Einige Reisende suchten schon in ihrne Handys nach der Telefonnummer der Grauen Panter als ich aufgesprungen bin und Sammy ein paar deutliche Worte etwas lauter zugerufen habe (O-Ton "Wenn Du jetzt glaubst, das ich das Theater noch lange mit Dir mitmache und Dir schon wieder die Tena Lady wechsle und das alles für die mickriegen paar Euro Rente die Du nach Hause bringst dann hast Du dich aber getäuscht", Sammy hatte sich in ein Pfütze gesetzt) als Sammy daraufhin die Tränen vor lachen aus den Augen liefen, hat es mir gereicht, ich habe ihr nur noch laut und deutlich zugerufen das ihr Arsch Kirmes hätte, wenn sie nicht sofort aufhören würde mir der Flennerei. Daraufhin hat sich die nebenan Picknickende Reisegruppe der Unterlassenen Hilfeleistung Strafbar gemacht und hat fluchtartig den Rastplatz verlassen.

Nachdem sich unsere Lachmuskeln entspannt hatten konnte ich endlich anfangen mir die Nägel zu Lackieren. Während dessen ist dann auch die Nachhut eingetroffen. Katy hatte gut reingelangt und der Mineralölindustrie zu einem ordentliche Umsatzplus verholfen und einen Zeitrückstand von 60 Minuten gut gemacht.....


Teil 2. Die Ankunft und Vertreibung aus Engelsdorf


Weiter geht's. Nachdem sich also der komplette Mop auf der Raststätte versammelt hatte, ging die Odyssee weiter. Zunächst ist zu erwähnen, das der rastplatz komplett mit Rot-Weiß gekleideten Fußballfans aus Polen überfüllt war (liebe Nachbarn die WM fängt erst am 9.6. an, aber ihr wolltet wohl 14 tage in Deutschland bleiben und mit der Mannschaft zusammen zurückfahren).

Das blöde war nur, das ich natürlich einen Rot-Wießen Trainingsanzug an hatte und promt von mehreren polnischen fans in deren Sprache angesprochen wurde (das man mich an diesem wochenende noch mehrmals einer falschen Nation zuordnet konnte ich da noch nicht ahnen). Was sol´s auf ging´s in die nächste Etappe, wir hatten getauscht und Katy die Vorhut übernommen, der weitere Weg Richtung Siebenundleipzig lief eigentlich ziemlich unspektakulär.

Zu erwähnen wäre hier vielleicht noch, das ich auf dem letzten stück das Steuer übernommen hatte, damit Sabsi mir die Nägel der rechten hand lackieren konnte (ihr erinnert euch, im fond ging das nicht). Eigentlich wollte ich nur schwarze spitzen auf meinen orangefarbenen Nägeln haben, aber durch die schaukelei in dem wüstenschiff ist ein wunderbares tigermuster herausgekommen.

Nun in Achtundleipzig-Engelsdorf angekommen fuhren wir erstmal rechts ran um nach den weg zu fragen, dabei wollte ich mir instinktiv das Handy schnappen und den Bundesverfassungsschutz darüber informieren, das uns gerade Erich Honecker über den weg gelaufen ist. Wie soll ich es schreiben, nach Erichs Wegbeschreibung fing das Chaos erst richtig an. Wir sollten uns auf der Althener Strasse 10 einfinden, die hatten wir relativ schnell dank Erichs Wegbeschreibung gefunden, weshalb wir ihn auch nicht der Genfer Meschenrechtskommission überstellt haben , nur war hier die Hausnummer 10 nicht zu finden, also habe ich mal kurz ein älteres Ehepaar gefragt das gerade mit der Gartenarbeit beschäftigt war.

Dieses erklärte uns dann, das wir bereits die dritten an diesem Tag wären die sich nach dem Haus erkundigen würden. Nun war meine Neugier geweckt und ich wollte wissen wer denn noch da gewesen war. Zur antwort bekam ich ein silbernes Auto aus Regensburg und jemand mit dem FAHRRAD! Also ich habe schon von den beklopptesten Transen gehört, aber noch von keiner die mit dem Fahrrad zum Schlampenfest fährt.

Am meisten jedoch irritierte mich das silberne Fahrzeug aus Regensburg, als ich dann nachfragte, ob eventuell auf dem Nummernschild RE gestanden haben könnte wurde dies bestätigt. Ich sage darauf nur "alles klar, das war die Katy", worauf die Dame mich resolut darauf hinwies, das dies nicht sein könnte da es sich um einen jungen Mann gehandelt habe das wisse sie ganz genau....

Im laufe des Gespräches stellten wir fest, das wir auf der Althener Strasse in achtundleipzig-Engelsdorf waren, sich aber die besagte Hausnummer in Neunundleipzig-Borsdorf befindet. Früher einmal als Michael Jackson noch schwarz war, hätten wir die Strasse einfach durchfahren können aber dies ist jetzt leider nicht mehr möglich. Also die Düne gewendet und ab zurück Richtung Borsdorf , unterwegs hatten wir noch mal gehupt und dem guten Erich gewunken. Nach weiteren 20 Minuten hatten wir dann den Bestimmungsort Einundleipzigeinundleipzig Borsdorf erreicht.

Ich fuhr mal wieder rechts ran um nach den weg zu fragen, da die Wanderdüne über keine E-heber verfügt, hätte eine der rechts sitzenden Personen mal die Scheibe runter kurbeln müssen, da Sammy und Sabsi aber mal wieder am telefonieren waren (Sabsi hatte gerade die Vorhut an der Strippe die gerade den Zielort erreicht hatte und Sammy hat warscheinlich mit Sarah telefoniert weil die beiden ja räumlich getrennt waren). Das führte dazu, das die ältere Dame ihr Mehschweinchen welches sie gerade ausführte auf den Arm nahm und sich im beschleunigten Stechschritt von uns entfernte.

Mittlerweile war ich soweit, das sich bei mir dezente Schnappatmung und Kreislauf einstellte (normalerweise hätte ich sofort intubiert und mit Naltrexon behandelt werden müssen). Nachdem die werten Mitfahrer ihre Telefongespräche beendet hatten konnten wir endlich ein paar Spaziergänger nach den Weg fragen.

Siehe da wir waren endlich da, wo wir hin wollten. Auch wenn es für Engelsdorf nicht ganz gereicht hatte, die Behausung war der absolute Hammer. Bine hatte uns extra einen frischen Kaffee gekocht (Wenn ich mal Bürgermeister bin werde ich dafür Strassen nach Dir benennen und Denkmäler errichten!).

Nun hiess es fertig machen für das Vorabendtreffen aber davon mehr im 3. Teil der Neufünflandsaga mit dem Titel "Die Vewandlung im Chateau Transwegenien"


Teil 3 der Neufünflandsaga „Die Verwandlung im Chateau Transwegenien“

Was bisher geschah:

Ein Gruppe von zwei Frauen und fünf TeilzeitVrauen reiste über Umwegen nach Einundleipzipzweiundleipzig, um ein paar schöne Tage auf dem Schlampenfest zu verbringen. Dabei schaffte Sie es jedes mal, einen nenneswerten Eindruck bei den Passanten zu hinterlassen. Liebe Leser ihr könnt Euch sicher sein, bisher ist noch nichts nennenswertes passiert, bisher war alles nur harmlose Geplänkel, jetzt geht die Story richtig los!

3. Juni 2006, Althener Strasse 10, Einundleipzigdreiundleipzig

In der Transen WG hatte sich mittlerweile auch Penicillin Lay aus aus Berlin mitsamt Akkubohrschrauber (Makita) eingefunden. Wir hatte einen Raum als Aufenthaltsraum auserkoren und uns alle zusammengesetzt um hastig einige alkoholhaltige Säfte zu genießen. Es wurden einige Outfits diskutiert, aber vor allem wurde geklärt welche Transe denn nun mit dem FAHRRAD angereist war. Gar keine. Die Leute in Einundleipzigvierundleipzig hatten sich einfach vertan. Wunderbar, unsereiner fängt an zu hyperventilieren, weil er den Duchblick völlig verloren hat und die vergucken sich einfach.

Mittlerweile näherten wir uns mir Riesenschritten der Deadline 19:00 Uhr abreisen. Was jedoch allen aufgefallen war, ist die Tatsache das die ganze Zeit niemand im Weg stand. Das hört sich jetzt erstmal an wie ein Wunder, aber genauer betrachtet ist das die logische Konsequenz dadurch das Annabelle ja nicht da war.


Als ich dann endlich soweit war, der Bart war abgekratzt, die Fresse zugekleistert mit diversen Kosmetika. Ich muss hierbei erwähnen das ich mich noch nie im beisein von Konkurrentinnen geschminkt hatte, was bewirkte das ich auch ein bisschen nervös war, Frau will sich ja schließlich nicht blamieren. So stöckelte ich also unsicheren Schrittes in unser TransenWGaufenthaltszimmer und wollte wissen wie ich denn aussehe.

Keiner hat irgendwelche abfälligen Bemerkungen gemacht, ausser Petra sagte mir „Du irinnerst mich irgendwie an Holland“
Wunderbar, unter Einsatz meines Lebens fahre ich 550 Km durch dir Republik, lass mich auf den Rastplatz von Spinnen auffressen und auf polnisch anlabern und Du sagst mir jetzt ich sehe aus wie eine frittierte Bamifleischkrokette.

Astrein, genau das hatte ich in dem Moment gebraucht. Petra sei Dir sicher, Du hast den Hauptpreis abgegriffen, eine Woche Wellnessurlaub ich werde Dich persönlich verwöhnen, ich bringe Dir sogar den Föhn an die Badewanne.

Jetzt muss ich dieser gewissenlosen Person ersteinmal ordentlich die Leviten lesen. Was der Durchschnittsleser hier nicht ahnen kann ist, das Petra zu diesem Zeitpunkt ein Röckchen aus Diskokugelpelz getragen hat. Dies halte ich moralisch für tiefst verwerflich, einfach auf offener Strasse eine Diskokugel hinterrücks zu erschlagen und auszuweiden, und das alles nur um sich mit ihrem Fell modischen Erscheinungen zu unterwerfen. Nicht einmal gewärmt hat der Fummel.

Mittlerweile hatte mich meine Psychologin soweit beruhigt, und mir eingeschärft das wohl Petras Kommentar nur darauf zurückzuführen sei, das ich eine orange Bluse mit passender Strumpfhose getragen habe.
Okay Petra Dir sei vergeben, ich habe das alles in den falschen Hals bekommen, ich entschuldige mich dafür.

Aber davon wird die Diskokugel auch nicht wieder lebendig!

Jetzt wäre vielleicht zu erwähnen, das mittlerweile alles in den Startlöchern stand um das heißersehnte Vorabendtreffen zu besuchen, Makita hatte noch einige nützliche Tipps bezüglich Rocklängen und Schuhen.

Eingentlich hätten wir wissen müssen, das ein Navigationssysthem in Einundleipzigfünfundleipzig nicht ohne weiters funktioniert (siehe Kapitel 2). Also hatten wir mal wieder eine Stadtrundfahrt inklusive, dabei ist mir besonders aufgefallen, das sehr viele Gothics in Einundleipzigsechsundleipzig unterwegs waren. Da ich die Gothic-Szene mit Schwarz und somit dunkel in Verbindung bringe, hat die Ortsbezeichnung „Dunkeldeutschland“ jetzt für mich eine völlig neue Bedeutung und Wertigkeit.

Nach endloser gurkerei durch die Einundleipzigsiebenundleipziger Innenstadt, hatten wir endlich einen Parkplatz ergattert und stöckelten auf einem Kopfsteinpflaster, das 1000 mal schlimmer war, als das vom Fischmarkt, zur Strohsackpassage um endlich ordentlich abzufeiern.......



Teil 4: „Auf der Suche nach dem Beutel der Weissheit“



Also, wir sind dann endlich in Einundleipzigwasweisichdennjetztnochwievielleipzig angekommen. Direkt neben uns parkte ein städtisches Fahrzeug, welches farblich so gut zu meinem Outfit passe, das ich spontan entschloss mich mit diesem zu paaren. Leider sind dabei auch Bilder entstanden, ich bin mal gespannt wann die ersten davon in Umlauf gebracht werden. Da dieses weibliche Fahrzeug jedoch eine Nummer zu groß für mich war, beschloss ich meinen Paarungsversuch abzubrechen und mich zur Sonderbar zu begeben....

Auf dem Weg dorthin mussten wir über das unmöglichste Kopfsteinpflaster der Welt stöckeln, was uns wieder jede menge Blicke einbrachte, die haben wohl gedacht wir könnten mit den Hacken nicht laufen. Spätestens da wurde uns klar das wir niemals soviele Werthers essen können, wie wir besonders sind! Oder wie sonnst sollten wir es deuten, das uns alle Leute hinterher gucken, und das in einer Stadt die an diesem Wochenende übersät war mit sonderlichen Gestallten?

Wie dem auch sei, uns hat es gefallen. Wir setzten uns also in die Sonderbar und begannen die Cocktailklarte einmal komplett von oben nach unten durchzuprobieren. Heirbei passierte dann etwas sehr merkwürdiges, Penicillin hatte wohl ein paar ganz neumodische mit Mikroprozessor gesteuerte Strümpfe an. Irgendwie hatten diese Dinger es geschafft, sich bei steigendem Alkoholpegel dem an diesem Wochenende in Leipzig stattfindenden Gothic-Treffen anzupassen. Es fing erst mit einer kleinen ganz normalen Laufmaschhe an, das müsste so bei 0,5 Promille gewesen sein. Als der Abend dann so langsam auf die 2,75 zu ging sahen die Teile aus wie ein Modell, welche Marylin Manson bevorzugt bei Liveauftritten trägt. Absolut faszinierend.

                   


Irgendwann dann war es soweit und der kleine Hunger gesellte sich auch zu uns, da dieser aber in seinem weißen Dress mit bunten Punkten irgendwie sch.... aussah, ignorierten wir ihn und beschlossen lieber etwas bei BurgerKing zu essen. Also raus aus der Sonderbar und ab in´s Getümmel. Irgendwie hat uns dann Petra an den Bestimmungsort navigiert, weiss der Geier wieso die wusste wo wir hin müssen.



Bei BurgerKing angekommen war ich dann noch schlau genug mir nur Fingerfood zu bestellen und keinen Burger, denn das hätte das beste Camouflage nicht ausgehalten. Nachdem sich dann unsere Gruppe ordetlich abgefüttert hatte, machten wir uns bereit für den Rückweg in die Sonderbar. Dabei hat dann noch irgendjemand den kompletten Tisch abgeräumt. Also konnten wir erstmal auf dem Boden rumkrabbeln und den ganzen Kram wieder einsammeln. Ich kann euch sagen Leute, irgendwie kommt man sich verdammt billg vor, wenn man mit kurzem Lederröckchen und verschmierten Lippen unter dem Tisch rumkrabbelt. Aber ich kann das ja erklären!

Als wir dann in der Sonderbar damit beginnen wollten die Cocktailkarte Rückwärts durchzuprobieren, stellte Petra fest, das sie ihren Beutel bei BurgerKing vergessen hatte. Petra Du kannst ruhig zugeben das Du die Tasche extra hast stehen lassen nur um nochmal durch die Stadt stöckeln zu können. Hättest Du nur etwas gesagt wir wären doch nochmal mit dir hingegegangen, das wäre doch garkein Problem gewesen. Dafür muss man doch nicht die Fotos von meinem Paarungsversuch aufs Spiel setzen! Das absolute wunder für uns alle war jedoch das die Tasche überhaupt noch da war. Das hätte es mit sicherheit bei uns im Altelfland nicht gegeben.

Als ich dann dabei war die Cocktailkarte rückwärts durchzuprobieeren, gesellte sich dann ein gewisser Reinhold (Name von der Redaktion geändert) zu mir. Der gab dann ganz offen und ehrlich zu, das er mich abschleppen wolle. Ich war erstaunt über soviel offenheit, sagte ihm dann aber, das das nichts für mich sei. Danach haben wir dann nurnoch über belanglose Dinge gesprochen, bis er mich fragte ob ich eventuell aus dem ehemaligen Jugoslavien komme, da ich gewisse Züge im Gesicht hätte.

Genau diese Züge sind mir dann wohl in dem Augenblick entgleist. Polnisch, holländisch und jetzt jugoslawisch. Jetzt mal aufgemerkt, Ich bin Transwegenische Nationalbürgerin, wenn ich abgeschminkt bin kann man mich ewentuell für einen deutschen transwegenischerhalter Abstammung halten, und nicht für irgendetwas anderes.

Nachdem die Sache mit meiner staatenlosigkeit dann geklärt war und Petras Tasche auch wieder da war, haben wir uns alle für den Rückweg fertig gemacht, wobei alle? Nicht alle, Sammy ist noch da geblieben. Sie wollte wohl die Cocktailkarte nochmal Seitwärts durchprobieren. So wie sie am nächsten Tag aussah, hat sie das auch geschafft, und zwar einemal von rechts, einmal von links und noch einmal von der Mitte nach aussen.

Wieder im Chateau Transwegenien angekommen war ich zu faul zum abschminken, aber welche sensationelle theologische Entdeckung wir dabei gemacht haben, schreibe ich in Teil 5.



Teil 5. "Die Schlucht der getarnten Zeitfalle"

Also Mädels, wie bereits bekannt kamen wir ziemlich erschöpft wieder im Chateau Transwegenien an. Da die meisten von uns ziemlich im Eimer waren, sind wir dann auch sofort in die Pofe gestiegen.

Ich für meinen Teil hatte darauf verzichtet mich abzuschminken, da ich ziemlich schnell schlafen musste, man hatte mich vorgewarnt, das gewisse WG Bewohner nachts dazu neigen etwas lautere Renovierungsarbeiten durchzuführen, die zum Grossteil aus Sägearbeiten bestehen.


Ich bin dann sofort weggeratzt und habe zum ersten mal in meinem Leben nicht von der Transerei geträumt. Irgendwann bin ich dann traumlos aufgewacht, von einem betörenden Kaffeeduft. Danke Bine, dafür werde ich noch 2 Gymnasien und eine Universität nach Dir benennen. Das geht aber erst wenn ich Landesvater bin, also bitte ein bisschen Geduld!

Nachdem ich meine Gedanken gesammelt hatte und meine Koffeinmangelkontrollleuchte erloschen ist, habe ich festgestellt, dass sich mein Gesicht auf dem Kopfkissen verewigt hatte. Da ist es mir wie Schuppen von den Augen gefallen, bei dem Lappen in Turin handelt es sich um die Bettwäsche Jesu Christi!

Und somit, ist er wohl die erste Namentlich erwähnte Transe der Weltgeschichte. Deshalb hat er auch den Beruf des Tischlers erlernt, so wie viele von uns die sich extra einen „männlichen“ Beruf suchen, nur um von der wahren Identität abzulenken.

Ein weiteres Indiz sind die in diversen Kirchenmalerei zur Schau gestellten langen Haare. Mein lieber Gott, wie schön hätte mein Leben aussehen können, wenn ich mich damals nicht vom Religionsunterricht befreit hätte. Irgendwann hätte mein Religionslehrer mir gesagt:
„So, Jesus war ne Transe, wenn Du dich genauso fühlst, dann lebe es einfach aus! Heute ist das alles völlig ungefährlich, man wird nicht gleich für´s Schminken an einen Baum geschlagen und wenn dich die Leute blöde und debil angrinsen, dann nur weil sie blöde und debil sind!“

Mannomann und ich Depp mache mir jahrelang einen Kopf was mit mir los ist... Am liebsten würde ich meine Mutter jetzt fragen, ob Sie Jungfrau ist. Aber so etwas macht man ja nicht! Ausserdem würde sie mir eh Antworten: „Häh?! Ich bin Schütze, das weißt doch! Jungfrauen haben Ende August, Anfang September Geburtstag, so wie Du!“

Wie dem auch sei, meine Gedanken kreisten immer wieder um dieses Thema, und während sich der Konvoi der Transwegenier auf den Weg in die Katakomben zum Frühstück machte, verflogen meine theologischen Gedanken und wichen einem ganz gewöhnlichen Hungergefühl.

An der Tafel angekommen, haben wir uns dann erstmal auf einer schönen großen Couch gemütlich gemacht. Irgendwie könnten die meisten von uns, nicht wirklich über die Tischkante schauen, aber als dann die allseits bekannte Barbypuppe Babsy in ihren mit Rosa Plüsch besetzten Klapperschläppchen den Raum betrat, gab es jemanden der nicht mal mehr über die Tischkante winken konnte, selbst das Werfen von Schlagbällen hätte aus dieser Entfernung keinen Erfolg gehabt.

Das lag wohl daran, das Babsy uns genaustens über die Vorfälle informieren konnte, die zu Sammys verspäteter Heimkunft geführt haben.
Aber Sammy, scheiß drauf, wie es ausgesehen hat, als du dich aus dem Auto raus und die Treppen hoch gequält hast. Wir mögen dich trotzdem, vielleicht auch gerade deshalb.

Du kannst jetzt wieder aufstehen und über den Tisch gucken.

Dann haben wir erstmal ordentlich gespachtelt, um dann festzustellen, dass uns die Zeit schon wieder im Nacken sitzt, da wir ja alle noch nicht gestylt waren. Also erstmal zackig wieder raus aus den Katakomben und ab vor den Spiegel die Puderquaste schwingen.

Es gab zwar einige Skeptiker die meinten wir könnten ja auch mal eben als Männer in die Innenstadt fahren, aber das kam für mich überhaupt nicht in Frage. Erstens hatte ich nur meinen Rot-Weißen Jogginganzug mit und zweitens bin ich ja extra unter Einsatz meines Lebens (Ihr wisst was ich mitgemacht habe) zum Rumtranseln angereist.

Außerdem habe ich unter beengten Umständen in der Wanderdüne gesessen um die ganzen Outfits anzukarren, dann werde ich sie bestimmt nicht ungetragen wieder zurückzuschaffen.

Als ich mir dann die Bartstoppeln aus dem Gesicht gekratzt hatte, alle Poren zugekleistert waren und ich meinte eine halbwegs passable Transe abzugeben, kommentierte das Sarah-Maria mit: „Du siehst aus wie ein Wikinger!“




Eine Erklärung meines Gefühlslebens zu diesem Zeitpunkt lasse ich geflissentlich weg, da es jahrelange harte Arbeit und sehr viel Geschicklichkeit erfordern würde dies in Worte zu fassen. Da müht Frau sich ab und was ist, da hätte ich auch in Rot-Weiß gehen können.



Da ich ja mittlerweile daran gewöhnt war, so behandelt zu werden, habe ich diesen Kommentar dann auch nach ca. 18 Minuten Hyperventilieren und einer Wochenration Rohypnol ganz locker weggesteckt.


Um 16:00 Uhr wollten wir in Leipzig sein, was wir auch geschafft haben, aber zu welchem Preis? Durch eine zu hastig überfahrene Bodenwelle hatte sich eine Kontrollleuchte gemeldet. Was sich zuerst nicht als so dramatisch erwies, aber die Vorhut bei der Heimfahrt noch ordentlich Zeit kosten sollte. Aber das ist wieder eine andere Geschichte.

Auf der alltäglichen Suche nach einen Parkplatz haben wir uns dann zum X-ten mal die fundamentalen Bauwerke der Stadt angesehen.
Plötzlich hatten wir dann doch einen Parkplatz und ich bin so übereifrig aus den Wagen gesprungen, das ich mir die Absätze meiner neuen Pumps versaut habe.

Solche Kleinigkeiten konnten mich aber zu diesem Zeitpunkt nicht mehr aus der Ruhe bringen, da ich ja von meinem letzten Anfall noch genug Diazepamderivate in der Blutbahn hatte.

Unterwegs wurde unser Trupp wieder reichlich von Passanten begutachtet, mit krummen Hacken, aber auch irgendwie glücklich sind wir dann in der Strohsackpassage angekommen. Nur um danach gleich wieder abzuhauen, weil wir ja schließlich keine Zeit mehr hatten um in der Stadt noch einen Kaffee zu trinken. Nichts, nicht mal Schuhe durfte ich gucken.

OK irgendwann habe ich dann eingesehen, dass die „Männer“ in unserer Runde Recht hatten und es keinen Sinn macht sich aufzubrätzeln nur um die Fotoausrüstung rüberzuschleppen. Wie sagt man so schön bei uns: „Da scheißt der Hund nen Köttel drauf!“
Ich hatte Spass, auch wenn ich meine 4. Nation zugewiesen bekommen habe und mir ein paar Schuhe versaut habe.

Wir machten uns also wieder auf den Weg in unser Quartier Chateau Transwegenien. Um uns alle für den finalen Akt rauszuputzen, davon aber beim nächsten mal mehr. Mit dem Titel: “Die Gefährten und das Ding“


Ich selbst bin auf die Fortsetzung gespannt,
die weiteren Fotos werden dann ebenfalls noch eingefügt.
Marie'che, beeil Dich!


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